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Kapitel 16 - Durch das Damaraland und die Erongo Mountains an die Küste

Von der mässig erfolgreichen Flucht vor dem Regen nach Westen, wunderschön gelegenen Campsites in tollen Landschaften, tollen Läufen, tollen Braai-Abenden mit neuen Freunden und kaputten Bremsen.


Mittwoch, 19. Januar 2022

Okaukuejo Restcamp, Etosha Nationalpark - Hoada Campsite, Hoas Conservancy

… und zwar trocken. Nur in einer Ecke vom Zelt ist es etwas feucht geworden. Gegen 7 Uhr stehen wir auf und machen Kaffee, es fängt schon wieder zu tröpfeln an. Wir bauen das Camp sogleich ab und sind etwa eine Stunde später bereit zur Abfahrt. Es regnet inzwischen wieder recht stark und wir steigen ziemlich durchnässt ins Auto.


Käffchenschlürfen unter dem Webervogelnest

Die Fahrt bis Outjo ist dann easy, aber als Beenie vor dem Ort bei einer Stop-Strasse anhalten muss, merkt er, dass mit der Bremse schon irgendwas nicht stimmen kann, der Druckpunkt kommt erst viel später als normal.


Wegen dem Kühlschrank wollen wir sowieso kurz bei einer Garage halten und ich rufe daher Safari Car Rental an, welche uns zu Weimann’s schickt. Das ist direkt im Zentrum vom Städtchen, vis a vis der bekannten und inzwischen erweiterten Bäckerei (wir waren 2003 zum ersten Mal hier). Wir werden auch direkt bedient und ein Deutsch sprechender Mechaniker nimmt sich unserer an. Der Fehler beim Kühlschrank ist schnell gefunden, da musste wie vermutet nur eine Sicherung ersetzt werden. Dann bitten wir ihn, sich doch auch mal noch die Bremsen anzuschauen. Er macht einen Auftrag im Büro draus und meint, wir sollen mal einen Kaffee trinken gehen und später wieder kommen.


Also gehen wir in die Bäckerei gegenüber, schlemmen ein leckeres Frühstück und erledigen anschliessend auch gleich im grossen Spar direkt nebenan unsere Einkäufe. Dabei treffen wir auch nochmals auf Andrea und Michael, welche in Richtung Erongo Gebirge weiter wollen.


Als wir anschliessend zur Garage kommen, wird uns eröffnet, dass die beiden Bremstrommeln hinten hinüber (durchgerostet…) sind und ersetzt werden müssen.

Die Resten unserer durchgerosteten Bremstrommeln

Sie wollen gucken, ob sie passende am Lager haben und derweil telefoniere ich nochmals mit Robbie von SCR, der sich perfekt und engagiert um alles kümmert. Er spricht dann direkt mit der Garage, regelt das Ganze und wie nach einem kurzen Besuch unsererseits der umliegenden Souvenirshops festgestellt wird, kann alles noch gleich gemacht werden und um Bezahlung brauchen wir uns auch nicht zu kümmern.


So setzen wir uns nochmals für eine geraume Weile ins Café und gegen 14:30 Uhr scheint das Auto fertig zu sein. Etwas später können wir es wieder entgegennehmen, tanken nebenan noch nach und sind so um 15:15 Uhr endlich wieder auf Pad.


Bis Kamanjab sind es 155 km, aber beste Teerstrasse, dann geht die C40 über in eine breite Schotterstrasse. Die Landschaft hat sich stark verändert, vom flachen Hochland der Etosha-Ebenen geht es über in hügeliges Gelände mit vielen Felsblock-Inseln und einem sanften auf und ab. Zum Glück nicht in zu tiefe Taleinschnitte, denn der Starkregen, in den wir nun wieder kommen, führt dazu, dass sich in den Senken Wasser sammelt und einige kleinere Trockenflüsse (Riviere) abkommen.


An einem etwas grösseren Flussbett stehen einige Fahrzeuge, etliche Menschen darum herum und einer hat sich mit einem kleinen Farm-Bakkie auch tatsächlich durch gewagt und prompt festgefahren im Schlamm. Ein netter Herr weist uns einen Umweg, den wir mit unserem 4x4 locker machen könnten und wir finden die Furt auch schnell, welche nur wenige Zentimeter tief ist. Als wir wieder auf die Strasse gelangen, setzen wir uns vor den Bakkie und ziehen ihn am Seil ohne grössere Probleme im zweiten Anlauf raus. Die Leute sind alle mega dankbar und freuen sich eigentlich einfach mehr über den endlich angekommenen Regen («It’s the first rain this season!»).


Danach folgen zum Glück nur noch kleinere Riviere, die wir problemlos fahren können, einmal warten wir auf einen kleineren Bakkie, den wir überholt hatten und zeigen ihnen mit unserer Vorausfahrt, dass es auch für sie ohne weiteres machbar ist.


Unterwegs zwischen Kamanjab und der Hoada Campsite

Etwa 70 km nach Kamanjab erreichen wir dann endlich die Zufahrt zur Hoada Campsite, es ist schon 18 Uhr und die Managerin springt gleich raus, als wir anrollen, sie hat schon lange auf uns gewartet und war schon etwas in Sorge. Es regnet immer noch und so meint sie lakonisch, dass sie uns die Bar und den Poolbereich heute wohl nicht mehr zu zeigen braucht.


Wir checken ein und dann zeigt sie uns stolz die wirklich wunderschöne Campsite, alle Stellplätze, die schön auseinander liegen, sind an die Felsblöcke gebaut und Dusche und WC perfekt integriert in die Felsen.


Unser Stellplatz auf dem Hoada Camp

Als es etwas nachlässt, bauen wir schnell die Zelte auf, damit wir einen trockenen Schlafplatz haben und anschliessend kochen wir uns eine einfache Carbonara - die gelingt aber bestens und sie schmeckt fabelhaft.



Nach dem Essen - richtig geraten; es tröpfelt immer noch leicht - geht es schnurstracks in unsere Zelte ans Trockene.


Daten des Tages

Tageshöchsttemperatur: 23° C

Tageskilometer: 339,1 km


Donnerstag, 20. Januar 2022

Hoada Campsite, Hoas Conservancy

Heute stehen keine Pirschfahrten auf dem Programm, so dass wir bis etwa 7 Uhr ausschlafen und den ersten Kaffee des Tages noch lesend im Bett geniessen.


Von der Morgensonne geküsst

Dann stehe ich auf und gehe Laufen. Die Managerin fängt mich gleich ab und empfiehlt, auf einem Farmweg durch das Gelände zu rennen. Das ist dann richtig schön, ich mache einen grösseren Bogen mitten durch die wunderschöne Damarland-Landschaft, die Sonne scheint sogar ein bisschen und nach knapp 9 km komme ich zurück auf die C40 und laufe dann dieser entlang noch bis zurück ins Camp.



Nach einer Verschnaufpause mache ich uns herrlich fluffige Buttermilch-Pancakes zum Frühstück, zum entspannten Verdauen geht es noch einmal für eine Weile zum Lesen ins Zelt.


Dann gehen wir zum phänomenal schönen Pool, der in einer natürlichen Felswanne eingebaut ist und von wo man einen schönen Blick über die vielen Felsinseln hat. Eine tolle Terrasse mit Bar für den Sundowner gibt es auch.



Es ziehen aber von Osten her wieder sehr dunkle Gewitterwolken auf uns zu. Nach einer Weile gehen wir zurück zur Campsite und räumen alles, was ins Trockene muss, weg, unter anderem auch das Bettzeug, dass mal zum durchlüften und trocknen rausgehängt war.


Dunkle Regenwolken über Hoada

Nach einem Käffchen fängt es dann auch an zu regnen und wir verziehen uns wieder in die trockenen Zelte zum Lesen. Für einmal bleiben wir von Starkregen verschont, aber es regnet unablässig drei Stunden lang sachte ab, das Gewitter rollt in der Ferne.


Es ist bereits nach 18 Uhr, als es endlich etwas nachlässt. Grillfeuer ist heute also auch nicht, weshalb wir uns für ein improvisiertes Curry mit Reis entscheiden, wofür wir die eigentlich vorgesehenen Steaks in Streifen schneiden und zusammen mit Gemüse und Kokosmilch in ein Curry verwandeln. Das schmeckt dann auch ganz ordentlich.



Beenie hatte noch den Donkey eingeheizt, sodass ich mir nach dem Essen noch eine richtig schöne, warme Dusche gönnen konnte in der tollen Freiluftdusche.


Daten des Tages

Tageshöchsttemperatur: 26° C Tageskilometer: 0 km


Freitag, 21. Januar 2022

Hoada Campsite, Hoas Conservancy

Gestern haben wir entschieden, noch eine Nacht zu bleiben, wenn das Wetter am Morgen schön sein sollte.


Als ich kurz nach 7 Uhr aufwache und das Zelt aufmache, lacht die Sonne und beleuchtet das gelbe Gras und die Felsen am Horizont.



Nach einem Käffchen mache ich mich wieder bereit und laufe noch einmal dieselbe Runde wie gestern, auf den letzten 3 km mit etwas Tempo - das geht schon wieder ganz gut, auch wenn der Puls in dieser Höhenlage schon noch etwas höher ist.


Zum Frühstück nachher gibt es Rührei mit Tomaten, Zwiebeln, Peperoni und Chili sowie Speck und Weisse Bohnen.


Den Tag über lassen wir die Seele baumeln, lesen im Zelt oder Hängematte und dösen.


Eine Zeit lang regnet es wieder ein bisschen. Am Nachmittag kraxeln wir mal etwas in den Felsen rum und fotografieren ein paar der schönen Agamen, die hier überall rumspringen.


Siedleragame (Männchen)
Siedleragame (Weibchen)
Eindrückliche Tafelberge in der Ferne ...
... und imposante Ausblicke in die Weite von einem Felsenhügel aus

Kurz vor 17 Uhr machen wir Feuer und bereiten ein Beef Stew vor. Dann schauen kurz unsere neuen Nachbarn vorbei: Marion und Henning aus dem Namibia-Forum: «ihr seid doch Sam und Beenie, nicht wahr? Euch kennen wir von Fotos aus dem Forum!». Wir quasseln eine Weile und schicken liebe Grüsse an dieser Stelle.


Beef Stew in Entstehung ...

Die Feuerstelle bleibt sogar mehr oder weniger trocken, nur einmal tröpfelt es noch kurz und die Regenwolken sorgen auch für eine fantastisch schöne Stimmung mit Regenbogen.


Da kraxle ich nochmals kurz auf einen Felsen und mache Fotos von der grossartigen Aussicht.



Dann essen wir das sensationelle Beef Stew. Und kurz nach dem Eindunkeln sind wir schon wieder im Zelt - Buch Nr. 5 dieser Ferien will noch fertig gelesen werden.


... und Beef Stew fertig geschmort. Mmmhhh!
Daten des Tages

Tageshöchsttemperatur: 28° C Tageskilometer: 0 km


Samstag, 22. Januar 2022

Hoada Campsite, Hoas Conservancy - River Guesthouse, Omaruru

Wir sind früh wach und nach einem gemütlichen Kaffee bauen wir gleich ab, kurz nach 8 Uhr sind wir abfahrbereit.


Taktik: die Rechnung für unseren Aufenthalt direkt in Bar aus dem Auto heraus bezahlen, das signalisiert der Labertasche, dass man gerne fahren möchte - sie würde einen wohl sonst gar nie gehen lassen.


Hier hat es uns aber wirklich sehr gut gefallen. Ein ganz toller Ort in einer schönen Gegend, wo ich in jedem Fall gerne wieder mal vorbeischauen werde.


Bis Outjo fahren wir direkt durch, der Abschnitt von Hoada bis Kamanjab geht jetzt sehr gut, das Wasser ist aus allen Furten wieder raus, nur noch einzelne Pfützen oder etwas wenig Schlamm hat es noch.




In Outjo halten wir zuerst in der Bakery und kredenzen uns ein Full English Breakfast. Danach gehen wir in den Spar gegenüber und kaufen noch ein paar wenige Sachen nach. Anschliessend geht es zur «Engen»-Tankstelle um die Ecke zum Volltanken und wir fragen, wo wir die Gasflaschen gefüllt bekommen. Das gute an Outjo ist: alles ist vorhanden und alles kompakt beieinander; ein «Build It»-Baumarkt ist gleich die Strasse hoch und anders als in Botswana ist das hier in Namibia wirklich super einfach - zack, erledigt.


Nun fahren wir weiter, alles auf Teer, völlig easy und einfach schnell, weil man kaum einmal abbremsen muss, praktisch durchgehend 120 km/h Tempolimit ist und nur sehr wenig Verkehr herrscht. So sind wir schon etwas nach 13 Uhr in Omaruru.


Immer geradeaus, kein Verkehr, Tempomat bei 120km/H

Das «River Guesthouse» ist schnell wiedergefunden - vor vier Jahren waren wir schonmal hier. Der Besitzer ist alleine da, hat offenbar während der Pandemie alle Angestellten entlassen müssen und zeigt und das Zimmer. Es hat einen schönen Innenhof mit kleinem Pool, ansonsten ist es nichts besonderes und mittlerweile auch recht abgewohnt, für NAD 800,00 inkl Frühstück und eine Nacht aber ganz okay.


Wir chillen eine Weile, telefonieren und buchen den Flug für Beenie um, da er nun den definitiven Einzugstermin für seine neue Wohnung erhalten hat. «Eurodisco» hat den Flug eh schon um einen Tag vorverlegt wegen Covid-19, so dass eine kostenlose Umbuchung sowieso möglich war und an der Lufthansa-Hotline war es nach einer kurzen Wartezeit dann auch schnurstracks erledigt.


Danach gehe ich eine kurze Runde laufen durch das Städtchen. Nach einer Dusche und kurz etwas Lesen machen wir uns dann parat und latschen die paar Meter rüber zum Kashana, einem Restaurant mit schönem Garten. Wir essen je einen leckeren Salat und eine Pizza.


Gegen 21 Uhr sind wir schon wieder zurück im Zimmer.


Daten des Tages

Tageshöchsttemperatur: 28° C Tageskilometer: 412,1 km


Sonntag, 23. Januar 2022

River Guesthouse, Omaruru - Spitzkoppen Community Campsite

Kurz nach 7:30 Uhr machen wir unsere Aufwartung zum sehr spartanischen Frühstück, das uns vom Besitzer des Guesthouses ziemlich lieblos hingeknallt wird.


Das «tolle» Frühstück im River Guesthouse mit bestimmt 30 Jahre alten Tischsets

Gleich darauf checken wir aus, aber leider will das Kartenterminal keine Verbindung herstellen, so dass wir zuerst kurz ins Zentrum auf der anderen «Fluss»-Seite fahren müssen, um Bargeld zu ziehen.


Beenie hatte beim Einpacken kurz zwei unserer kleinen Plastik-Kistchen mit dem GoPro-Material und allen unseren Ladekabeln, Stecker-Adapter, Ersatzbatterien, etc. auf das Dach vom Auto gestellt und sie beim Abfahren dort vergessen…


Als wir nach ein paar Hundert Metern durch den Trockenfluss fahren, scheppert es mal kurz etwas und wir denken noch so: «Hm, was war das denn…?», fahren aber weiter, weil wir denken, es sei irgendwas hinten im Laderaum gewesen.


Wir halten beim ATM und ziehen schnell Bargeld und fahren direkt wieder zurück. Da sehen wir die Kiste mit dem ganzen GoPro-Geraffel verteilt auf der Strasse rumliegen. Ach du Scheisse… Und wo bitte ist die zweite Kiste? Wir fahren danach alles zwei Mal ab, gucken überall, fragen einen Security-Mitarbeiter, halten kurz beim Kashana-Restaurant und fragen dort sitzende Gäste, ob sie jemanden gesehen hätten sich die Kiste schnappen, aber kein Erfolg… Die beiden netten, älteren Herren Deutsch-Namibier sind gesprächig und dann meint einer, na ja, das gehe hier manchmal wirklich schnell, «die» liessen hier keine Gelegenheit aus. Er habe mal sein Gebiss verloren, weil er es auf den Ersatzreifen vom Auto gelegt habe und dann auch davon gefahren sei. Das sei auch nicht mehr aufgetaucht und er frage sich heute noch, was einer mit seinem Gebiss wohl hätte anfangen wollen…


Dann fahren wir halt so, stoppen noch kurz beim Spar, holen ein paar Liter Trinkwasser und einen neuen Stecker-Adapter.


Kurz nach Omaruru biegen wir ab auf die Schotterpiste, die am Erongo-Gebirge vorbei führt. Bei einer etwas steileren, engen Abfahrt in ein Trockenflussbett kommt uns ein Fahrzeug entgegen gerauscht, beide müssen wir scharf bremsen und als wir auf gleicher Höhe zu stehen kommen, sitzt da wer wohl im Auto? Andrea und Michael… Sie wollen ebenfalls zu den Spitzkoppen, fahren aber erst noch nach Omaruru zum Einkaufen - na, dann sehen wir uns ja wohl dort wieder.



Nach der Fahrt über das Erongo-Plateau biegt man um die Ecke und hat von der leicht abschüssigen Piste aus einen fantastischen Blick über die weiten Ebenen und sieht die Spitzkoppen schon von Weitem.



Wir fahren ihnen stetig entgegen, einmal, bei einem vom Regen entstandenen Teich, sehen wir Dutzende, wenn nicht Hunderte von Schmarotzermilanen an einem Haufen versammelt - überall sitzen sie in den Büschen und Bäumen, fliegen dann auf und kreisen zu Hundert über uns.



Kurz nach dem Mittag sind wir da und sogar die ersten, wir können alle Campsites abfahren und uns eine aussuchen. Wir entscheiden uns für «Secret B», die wir auch schon vor vier Jahren hatten - sie bietet aber tatsächlich einfach am meisten Schatten und ist abgesehen davon auch wirklich sehr schön gelegen.



Wir bauen das Camp auf und chillen dann eine Weile und Würfeln eine Runde. Später mache ich mich bereit für einen Lauf, es gibt hier auch zwei ausgewiesene Wander-/Trailrunning-Routen, welche markiert sind. Einen Teil davon laufe ich ab, gehe teils aber auch Querfeldein über ein paar Felsen und erklimme dann auch den echt tollen Rock Pool, der durch den Regen jetzt auch mit Wasser gefüllt ist.





Ich rede etwas mit anderen Touristen aus Deutschland, die wir auch im Etosha und in Outjo kurz getroffen haben. Dann kommen mir Andrea und Michael entgegen, sie waren oben auf den Rock Pool Felsen geklettert. Wir verabreden uns zum gemeinsamen Braai am Abend auf unserer Campsite, danach renne ich ebenfalls noch auf den Felsen hoch und geniesse die Wahnsinnsaussicht.


Zurück im Camp hat Beenie schon mal mit dem Vorkochen der Kartoffeln begonnen. Wir machen einen Kartoffelsalat und eine Zwiebel-Rotwein-Reduktion. Andrea und Michael bringen ihr eigenes Fleisch und einen Tomaten-Salat mit. Wir verbringen einen sehr gemütlichen Abend mit Quatschen - so sehr, dass sogar unsere T-Bones etwas gar dunkel geröstet werden… Das war richtig nett!



Daten des Tages

Tageshöchsttemperatur: 34° C Tageskilometer: 148,3 km


Montag, 24. Januar 2022

Spitzkoppen Community Campsite

Es wird ein äusserst gemütlicher Tag bei tatsächlich schönstem Wetter und fast keinen Wolken. Morgens und abends weht jedoch ein ziemlich starker Wind.


Blick aus meinem Zelt bei Sonnenaufgang

Wir hängen den ganzen Morgen auf der Campsite, liegen lange in unseren Zelten und lesen in unseren Büchern. Später machen wir leckere Pancakes.


Nach einer weiteren Chillout-Runde und einem Würfelspiel fahren wir zum Restaurant und den Duschen, wo man auch an einem Trog sein Geschirr spülen kann.


Auf dem Weg zurück halten wir beim Rock Pool und planschen eine Weile.



Schattenplatz am Rockpool unter einem Felsvorsprung
Siedleragame an unserem Campingplatz

Gegen Abend kraxle ich ein wenig in den Felsen rum und geniesse den fabelhaften Ausblick über das Spitzkoppen-Massiv und die weiten Ebenen ringsum.




Zum Abendessen machen wir uns «Weisse Spaghetti» und Entrecotes an einer sauleckeren Rahmsauce und Tomaten-Gurken-Feta-Salat.



Nach dem Essen können wir zum ersten Mal seit längerem mal wieder den Sternenhimmel bestaunen.


Daten des Tages

Tageshöchsttemperatur: 33° C

Tageskilometer: 7,7 km


Dienstag, 25. Januar 2022

Spitzkoppen Community Campsite - Meike's Guesthouse, Swakopmund

Um 6:20 Uhr bin ich auf und mache einen Kaffee, um 6:45 Uhr parat für einen Lauf nochmals rund um den «blauen» Trail.



Es ist eine wunderschöne Stimmung am frühen Morgen, angenehme Temperaturen und ich bin mutterseelenalleine.



Der berühmte «Rock Arch»

Nach kurzem Verschnaufen und einem weiteren Kaffee räumen wir zusammen und sind gegen 9 Uhr abfahrbereit.


Ein letzter Blick zurück zur Spitzkoppe

Zuerst geht es noch rund 30 km auf Schotter, dann biegt man auf die B2 ein in Richtung Küste und Swakopmund. Sofort wird die Landschaft wüstenartiger und man merkt, dass es ab hier stets leicht abfallend runter geht - in den 220 km auf der Teerstrasse steigt man kontinuierlich um knapp 1200 Höhenmeter ab.


Entlang der Eisenbahnlinie, Stromleitungen und Pipelines geht es durch die Namib, aller Unkenrufe zum Trotz scheint dann auch an der Küste die Sonne.


Zuerst halten wir gleich im Zentrum und suchen das Garden Café, welches es aber wohl nicht mehr gibt. So landen wir schlussendlich im Brauhaus, wo wir uns ein spätes «Frühstück» in Form eines Schnitzels mit Pommes einverleiben.


Surreal: im historischen Stadtzentrum von Swakopmund wähnt man sich an der deutschen Nordseeküste

Danach gehen wir kurz zur Post, um die restlichen Postkarten aufzugeben und nach einem raschen Spaziergang zur Mole und dem Strand fahren wir zu unserer Unterkunft, dem Meike’s Guesthouse.


An der Mole von Swakopmund

Wir werden warm empfangen von Klaus und herumgeführt - da ohnehin keine anderen Gäste da sind, erhalten wir das frisch renovierte, doppelstöckige Family Unit, so dass jeder von uns ein Schlafzimmer für sich alleine hat.


Meike kommt vorbei um hallo zu sagen und wir plaudern sehr nett eine Weile. Dann chillen wir noch etwas, bevor wir zur Tiger Reef Bar fahren für einen Sundowner.



Das ist ganz nett, aber irgendwie spricht uns die Atmosphäre jetzt auch nicht wahnsinnig an. Bald verschieben wir somit ins neuere Lokal «Andy’s Sushi, Oyster & Fine Seafood Restaurant» gegenüber dem alten Telegrafenamt. Das ist richtig lecker, hat Qualität und der Service stimmt. Für mich gibt es einen gebackenen Camembert zur Vorspeise und ein Kabeljau-Filet zum Hauptgang, Beenie gönnt sich ein Seafood Ceviche und einen Teller Lachspasta.



Daten des Tages

Tageshöchsttemperatur: 32° C

Tageskilometer: 157,2 km




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